Worauf sollten deutsche Krankenhäuser und Universitätskliniken bei der Auswahl einer telemedizinischen Videokonferenzlösung achten?

 

Videokommunikation ist – nicht zuletzt durch die Covid-Pandemie - zur Alltagsnormalität geworden und gewinnt auch im Gesundheitswesen immer mehr an Bedeutung in unserem Leben. Laut einer Studie von McKinsey sind 76% der Patienten an der Nutzung telemedizinischer Leistungen interessiert, was dazu führt, dass Krankenhäuser und Universitätskliniken ihr Telemedizin-Angebot ausbauen müssen, um den Anforderungen der Patienten gerecht zu werden.

Damit entfaltet die videokonferenzbasierte Telemedizin neues Potential für die Zukunft des Gesundheitswesens. Egal ob Telekonsultation und virtuelle Visiten, Teleradiologie, Tumor Boards, Teleendoskopie, Telechirurgie, Arzt-zu-Arzt-Kommunikation, Teledermatologie, Telepsychiatrie, Telemonitoring, Online-Angebote wie zum Beispiel Geburtsvorbereitungskurse, oder gar Telepatientenbesuche im Eigenheim. Das Anwendungsspektrum für telemedizinische Videokonferenzen ist breit und macht diese zu einem essentiellen Bestandteil einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung.

Der McKinsey e-Health Monitor 2020 kommt zu folgendem Schluss: Bei der Digitalisierung steht das deutsche Gesundheitswesen noch am Anfang. Deutsche Krankenhäuser schätzen laut Befragung durch McKinsey ihre digitale Reife mit 5,6 von 10 Punkten nur mittelmäßig ein – der EU-Schnitt liegt bei 6,1. Die gute Nachricht ist: Der Einsatz telemedizinischer Videokonferenzlösungen in deutschen Krankenhäusern wurde durch die Pandemie und die finanzielle Förderung im Rahmen des Krankenhauszukunftsfonds stark beschleunigt.

Was ist der Krankenhauszukunftsfond?

Im Rahmen des Krankenhauszukunftsfonds, kurz KHZG, können Krankenhausträger und Universitätskliniken telemedizinische Videokonferenzen mit bis zu 100% fördern lassen (70% über den KHZF, weitere 30% Prozent tragen das Land, der Krankenhausträger oder beide zusammen).

Das Investitionsprogramm des Bundesministeriums für Gesundheit umfasst hierbei ein Gesamtvolumen von 4.3 Milliarden Euro. Der Fond soll Krankenhäusern und Universitätskliniken zu einem „digitalen Update“ verhelfen. Fördermittel können bis zum 31. Dezember 2021 beantragt werden. Man geht aber davon aus, dass die Förderung telemedizinischer Projekte auch weiterhin anhalten wird: So sollen die Krankenhausstrukturfonds II auch bis 2024 gelten (Quelle: Roedl & Partner, Neuerungen durch das Krankenhauszukunftsgesetz, 30. September 2020)

Worauf sollten deutsche Krankenhäuser und Universitätskliniken bei der Auswahl einer telemedizinischen Videokonferenzlösung achten?

1. Behalten Sie die Kontrolle über Ihre Daten

Der Schutz von Patientendaten ist im Gesundheitswesen seit jeher fest verankert. Hierbei steigen insbesondere nach Schrems II die datenschutzrechtlichen Hürden für all jene Anbieter, die Daten außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums (European Economic Area) transferieren. 

Auch der Bundesmantelvertrag der Ärzte weist in seiner aktuellen Fassung darauf hin: „Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten auch im Auftrag darf nur im Inland, in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in einem diesem nach § 35 Absatz 7 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch gleichgestellten Staat, oder, sofern ein Angemessenheitsbeschluss gemäß Artikel 45 der Verordnung (EU) 2016/679 vorliegt, in einem Drittstaat erfolgen.“ (Quelle: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Vereinbarung über die Anforderungen an die technischen Verfahren
zur Videosprechstunde gemäß § 365 Absatz 1 SGB V
vom 21. Oktober 2016 in der Fassung vom 25. Februar 2021).

Daneben ist im Rahmen des Krankenhauszukunftsfonds eine Grundanforderung an förderfähige telemedizinische Lösungen, dass gemäß C-I-A Security Model die Vertraulichkeit der Daten, einzuhalten ist, indem keine unautorisierten Parteien, zum Beispiel außerhalb der European Economic Area, Zugriff auf telemedizinische Daten haben.

Das Thema IT-Sicherheit und Datenschutz wird beim norwegischen Videokollaborationsanbieter Pexip großgeschrieben. Die Kunden können somit zwischen verschiedenen Implementierungsmodellen wählen, wie in der Pexip Private Cloud, on Premises oder hybrid. Viele Gesundheitsanbieter entscheiden sich zum Beispiel für eine Self-hosted-Lösung. Damit bleiben bei Pexip Health die Metadaten, wie zum Beispiel Call Detail Records, innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. Auch die Mediadaten, wie Video, Audio und Screensharing, stehen somit unter vollständiger Kontrolle des jeweiligen Krankenhauses oder Universitätsklinikums, diese werden nach höchsten Sicherheitsstandards verschlüsselt.

In diesem Zusammenhang erfüllt Pexip auch weitere regulatorische Sicherheitsanforderungen: Pexip Health ist GDPR/DSGVO-konform, SOC 2-zertifiziert (Private Cloud-Rechenzentren), unterstützt HIPAA-Konformität und ist des Weiteren FIPS 140-und JITC-zertifiziert.

Erfahren Sie hierzu mehr zum Thema "Encryption im Pexip Ecosystem". Oder nehmen Sie am 29. September an unserem Webinar "Schrems II: What’s Next For Your Personal Data & Digital Privacy?" teil.


2. Achten Sie auf die Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit der Lösung

Ein zweiter wichtiger Punkt, den es zu beachten gilt, ist die Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit der Videokonferenz-Software. Insbesondere bei großen Gesundheitsorganisationen müssen gleichzeitig tausende Videokonferenzen zuverlässig und damit störungsfrei funktionieren. Hierbei sollten sich in jede Videokonferenz mehrere Teilnehmer gleichzeitig und unabhängig vom genutzten Endgerät, Browser oder Videokonferenzraumsystem einwählen können. Auch bei der digitalen Lehre der Universitätskliniken müssen tausende Teilnehmer einer Videokonferenz beitreten können. Daher muss die Lösung zu jederzeit fehlerfrei und mit hoher Video-, Audio-, und Screen Sharing-Qualität funktionieren - auch über tausende gleichzeitiger Videocalls hinweg.

Pexip Health basiert auf einer sehr leistungsstarken Softwarearchitektur, der „Pexip Infinity“. Hierbei handelt es sich um eine hochmoderne Distributed Microservices Architektur, die ständig weiterentwickelt wird. Dementsprechend kann Pexip Health auch im on Premises- oder Private Cloud-Szenario wie eine konventionelle, aber dedizierte Cloud-Lösung schnell und flexibel an den jeweiligen Bedarf angepasst werden – auch hoch automatisiert via API-basierte Dienstbereitstellung.

Damit ermöglicht Pexip Health tausende gleichzeitige Multi-Teilnehmer-Videokonferenzen innerhalb eines Krankenhauses oder Universitätsklinikums, zum Beispiel für Telekonsultationen, virtuelle Visiten, Teleradiologie, Telechirurgie, digitale Lehre, oder virtuelle Patientenbesuche.

Außerdem wird die Pexip Infinity Plattform seitens Pexip täglich hunderttausenden Funktionstests unterzogen, um maximale Zuverlässigkeit sowie Interoperabilität zu gewährleisten.

3. Ermöglichen Sie Ihren Anwendern eine angenehme User Experience dank Integration in bestehende Software- und Hardware-Systeme

Um für Ärzte und Pflegefachkräfte maximale Nutzerfreundlichkeit zu gewährleisten und um Überlastung und Fluktuationsgefahr beim Fachpersonal vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Videokonferenzlösung mit den existierenden Workflows, Softwarelösungen und den in den Behandlungsräumen eingesetzten Videokonferenzraumsystemen harmonisiert werden kann.

So kann Pexip Health über die umfassenden API-Schnittstellen ganz einfach als Video-Add-On in die Terminbuchungs- und Kalendermodule bestehender Software und Krankenhausinformationssysteme integriert werden. Des Weiteren kann Pexip Health auch mit den bestehenden Videokonferenzraumsystemen (z. B. von Cisco, Poly ...) in den Behandlungszimmern oder OP-Sälen integriert werden. Die Raumsysteme werden damit Teil der Pexip Health Plattform, verfügen über Firewall-Traversal zur sicheren externen Kommunikation über die Grenzen hinweg und können von den Teilnehmern sogar per One-Touch-Join ganz bequem für geplante Meetings genutzt werden. Die Nutzungsdaten und Metriken der Systeme können via Pexip Control Center zentral von der Krankenhaus-IT verwaltet, sowie für Supportzwecke verwendet werden.

Über die vielfältigen Branding-Möglichkeiten der Pexip Health Plattform können Gesundheitsorganisationen und Krankenhäuser in ihren internen und externen Meetings zudem ein eigenes Markenerlebnis schaffen.

Mit Pexip Health erhalten Krankenhäuser und Universitätskliniken somit eine hochsichere und zukunftsfähige State-of-the-Art-Videokonferenzlösung für telemedizinische Anwendungen. Erfahren Sie hier, bei welchen führenden Gesundheitsanbietern weltweit Pexip bereits im Einsatz ist.

Sie möchten mehr zu Pexip Health oder den Krankenhauszukunftsfonds erfahren? Gerne zeigen wir Ihnen Pexip in einer Live-Demo und beraten Sie bei der Beantragung der Fördermittel.

Zur Kontaktaufnahme

Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen!

 

 

Dr. Dirk Fischer
Dr. Dirk Fischer
Nach seiner akademischen Laufbahn, unter anderem an den Universitäten Mannheim oder Dartmouth (USA), hat Dr. Dirk Fischer mehrjährige Erfahrung im Bereich Videokommunikation, sowohl auf Hersteller als auch Partner Seite gesammelt. Bei Pexip leitet er als Director Vertical Sales DACH branchen- und kundenspezifische Projekte und ist Hauptansprechpartner für den Bereich Healthcare

Pexip Blog

Subscribe to our blog for the latest company news, product updates and upcoming events.